Freitag, 30. Mai 2008

Franzosen? Sind das die mit den komischen Girlanden?

Wieder einmal sitze ich in der Uni. Die Studenten schreiben gerade Tests, also hat das Beobachten ihrer keinen grossen Wert. Also schreibe ich.

Was ist passiert? Nun ja, das Semester neigt sich dem Ende zu und es kommen bald Klausuren. Die Syntaxklausur wird wohl recht schwierig werden, also heisst es lernen, lernen, verzweifeln und dann nochmal lernen und dann hoffentlich bestehen. Syntax, oder Grammatik ueberhaupt, ist ein kniffiliges Thema und wenn ich die Klausur hier bestehe, dann kann ich mir den Kurs wahrscheinlich fuer Deutschland anrechnen lassen. Waere das nicht super?

Krank bin ich auch. Nicht sehr, aber so ein komisches Erkaeltungsding sitzt mir irgendwie in der Nase herum und will nicht so recht verschwinden. Noch nicht. Eigentlich hatte ich vor, mich heute mit Freunden aus der Uni zu treffen, aber mal sehen, ob das wirklich was wird. Im Moment ist mir nicht so sehr danach, inner muffigen Kneipe zu sitzen. Wie sich das anhoert: "Im Moment."
Frueher haette man mich nur mit Anstrengung in ein kneipiges Etablissement gekriegt. Heute bin ich bekannt wie ein bunter Hund und wenn ich um die Haeuser ziehe, kann ich mich vor Einladungen, Umarmungen und neidvollen Blicken kaum retten. Meiner Haende Muskulatur entwickelte sich rasant aufgrund des vielen Drucks und allerorts sagt man: "Oho, Pan Sawatzki, Ihr Haendedruck wird von Abend zu Abend kraftvoller, Sie herrlicher starker Mann, Sie!"
Was das Einladen angeht, so lasse ich nur ein Getraenk per Person zu, und zu Longdrinks lasse ich mich gar nicht hinreissen, denn sonst stauen sich die Getraenke auf der Theke und der Wirt wird ungeduldig, wenn er sich auch nicht traut, dies sich vor mir, seinem liebstgesehenen Ehrengast, anmerken zu lassen. Meistens mache ich so die Naechte durch und muss den vielen Damen einen Laufpass erteilen, die sich, nicht selten um meine Gunst buchstaeblich ringend, morgens bei mir im Schlepptau befinden. 'Schelpptau' ist vielleicht nicht die richtige Bezeichnung. Eine Traube der Proportion eines Kuerbisses schafft da schon eher angemessene Groessenverhaeltnisse.
Sofern an diesem Abend vorhanden, verbleibt allerdings stets lediglich dasselbse Fraeulein.

Hm, ich hatte mir eigentlich was merken wollen, um darueber zu schreiben, aber jetzt hab ichs wohl vergessen.
In der Bahn, da war heute ein Englischsprachiger Typ, der in die falsche Richtung fuhr und gestern hat einer gestunken. Oder war das vorgestern? Hmm, vielleicht hat er mein Erinnerungsvermoegen vernebelt.

Wie dem auch sei, am Wochenende gabs den Grand Prix d'Eurovision de la Chanson. Ich hatte doch ein paar viele Gaeste und leider keine Zeit fuer eine Liveschaltung mit Steffi. An dieser Stelle moechte ich nochmal mein grosses Bedauern ueber diesen Umstand ausdruecken. War ne ganz nette Party; angenehm ruhig, wenig Stress und trotz des eingeschalteten Fernsehers gabs genug zu reden. Gerade wegen der Sendung.
Die Deutschen No Angels waren ziemlich schlecht. Darueber waren sich alle, die sie gesehen hatten einig.

Dieses Wochenende ist in Poznań die Juwenalia. Was das ist? Ein jaehrliches Studentenfest. Hier halt mit gratis Livemusik. Das war kein Satz? Nun, der hier auch nicht.
Ich bin da gestern mal kurz vorbeigeschlendert, ging aber nicht rein, weil die mir sonst meine Wasserflasche abgenommen haetten, wo ich doch so durstig war/bin. Es waren seeehr viele Leute dort; haufenweise junge, betrunkene Luemmel.
Auf dem Rueckweg kamen sie mir, zum Veranstaltungsort pilgernd, entgegen. Ich freute mich doch etwas, auf dem Rueckweg zu sein. Ausserdem musste ich heute freuh raus.

Ich hatte ja ueberlegt, noch ein Konzert vor meiner Ausreise zu spielen, aber momentan hab ich da nicht mehr so die Lust drauf. Vielleicht kommt der Appetit ja beim Essen...

Smacznego.

Freitag, 23. Mai 2008

Text, Fotos, Fotos, Fotos

So verschwand der Broccoli - das Hackfleisch der Pflanzenwelt - in meinem Innersten. Doch es war nicht allein: Auch andere Gemüsesorten, vormals aufgetaut und mit Fett behandelt, machten sich auf den Weg mich mit ihren lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen. Nudeln waren auch dabei. Ich aß auf und erhob mich.
Mein Blick fiel auf das Wörterbuch. Schon vorher war mir die Seite aufgefallen, beim Durchblättern nämlich. Zufällig.
Schwanzgesteuert.
Myślący fiutem.
Toll, was?

Nun ja, was es noch Neues in meinem Leben gibt, was will ich Ihnen jetzt erzählen.
Gestern z.B. war ich bei einer Frohnleichnahmsprozession. Anna, Stefan und Jan waren da. Ein Piotr war ebenfalls als ein falls Verwirrung entstehen sollte klärender Landsmann der übrigen 3-4000 Polen dabei. War ganz nett. Ich kam zwar zu spät, musste also erstmal meine Freunde finden und dann auch noch ständig gehen und stehen und sich aus Höflichkeit hinknien, einmal sogar in alarmierender Arschnähe zu den Vorderleuten. Die waren schon etwas älter und kamen nicht mehr ganz runter. Jan fands lustig.
Am Ende gings dann auf die einigen Lesern bekannte Dominsel und dort gabs dann nochmal 'ne schön lange Predigt in feinstem Polnisch. Tja, sooo spannend war das jetzt nicht, aber es war sehr interessant. Viele Häuser waren beflaggt und mit Ikonenbildern geschmückt. Es hingen weiß-rote, -gelbe und -blaue Fahnen in den überall in Polen vorhandenen Fahnenhalterungen. Die gibts wirklich e-ve-ry-where! Auch bei uns. Beweis:



Und hier die Fahnen samt beleuchtetem Balkon/Kreuz:



Was, Fotos? Ja, die haben Sie ganz recht gesehen. Ich habe ja jetzt wieder Internet und heute nix vor, also nehm ich mir die Zeit und stell da mal wieder was rein. Meistens hätte ich ja schon die Zeit. Hier kommen noch einige:



Hier endete alles, und dann gabs lecker Katzen, Pferdchen und Polizeiautos. Aber auch normale 'Lebkuchen'. Schmecken schon anders als die außer Packung bei uns...



...den Tauben aber ganz gut. Mir ja auch.



"Superpatient"? ich verlange Aufklärung!



Eine leckere Schmelzkäsesuppe in Warschau, daneben der Stuhl mit dem Reis drauf.



Ganz zum Schluss noch ein wenig Kultur(palast).

P.S.: Ja, wir leben wie Krösus, was kümmert uns Jesus, gehnwa Herzen vergiften nach Rom!

Freitag, 16. Mai 2008

Open Air? Bei dem Wetter?

Nun ja, so sitze ich also in der Küche und draußen regnets. Eigentlich wäre eines von drei Open Air Ereignissen angesagt, aber der Regen machts unangenehm nass. "Du bist doch nicht aus Zucker," sagte mir jemand auf polnisch, aber ich hab da jetzt keinen Bock mehr drauf.
Es wird auch langsam mal wieder Zeit, dass es regnet. Ich fühlte mich heute Abend eh schlapp und antriebslos und als ich mich dann doch gerade nach einem kleinen Nickerchen das Haus verlassen wollte, fing es an zu nieseln und nicht viel später wehte der Regen wild durch die Luft und sagte "Pschschsch, plätscher, plätscher, pschschsch."
Soviel also dazu.
Nun wird korrespondiert, geschrieben, sich erkundigt, was nachgesehen oder auch nachgelesen oder auch nur gegammelt, aber ich hoffe auf die Kraft, dies vermeiden zu können.
Erstmal Ende.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Unglaubliche Neuigkeit folgt

Ich, ja ICH habe ab sofort wieder ein Internet bei mir im Haus!!!
Man hört und sieht sich,

Euer Jens

Mittwoch, 7. Mai 2008

Gleich mache ich eine Unterrichtsbeobachtung

Wie bitte? Jaja, ich erzaehle ja gleich, gedulden Sie sich noch etwas.

So, nun mach ich mal. Vielleicht nur halblang, mal sehen, ist schliesslich schon spaet.
Also, gestern war ein bunter Grillabend mit vielen Gaesten. Zwischendurch war ich mal wieder etwas kraenklich, aber jetzt gehts mir wieder gut.
Aber zurueck zum Grillabend. Maja und ich haben viel Kram eingekauft. Paulina war nicht da, denn die is in Wien und wient da rum. Sie arbeitet ja fuer fast nichts beim Fernsehen als Praktikantin und ihre Arbeitskollegen sollen auch nicht gerade das Gelbe vom Ei sein.
Nun ja, es waren jedenfalls viel Leute da und Kevin war schon lattenstramm als er ankam. Der schlief dann erstmal 'ne Runde und ging dann irgendwann - mit den Anderen versteht sich - nach Hause. Irgendwann sah dann die Wohnung auch nicht mehr ganz schick aus, aber im Moment gehts wieder. Maja hat gerade Besuch. Die machen zwar Muell, helfen aber auch beim Aufraeumen, glaube ich. Mein Nachbar kam letztens vorbei und meinte, ich koennte wohl mal die Fenster putzen. Was den das wohl angeht? Hm, bestimmt ganz, ganz viel. Koennte ich ja wirklich mal machen, schliesslich wird das Wetter ja immer besser und dann gibts auch manchmal draussen was zu sehen.
Ach ja, hier noch eine Eilmeldung:
Ich habe jetzt schon laenger eine neue, elektrische Zahnbuerste, eine Einwegkamera im Einsatz - Danke Anita! - und eine neue Freundin. Und zwar Dani. Ich weiss ja, dass die das hier auch liest - Hallo Dani! - und da halte ich mich mal etwas zurueck. Wer mich was fragen will, der kann das gerne machen, aber macht man das auch? Naja, meine Familie vielleicht, aber Ihr anderen Leser? Blub.
Ich habe gerade eine lecker Pampelmuse gegessen. Mmmmmmmh, lecker, Pampelmuse ohne Zimt und Zucker. Ah, ich merke gerade, dass ich mĂĽde und ein wenig oll in meiner Wort- und Themenwahl werde. Also bis spaeter.

Bin heute wieder da - so ein paar Tage spaeter - und leg gleich mal die Waesche zusammen. Ich wollte euch auch mal erzaehlen, dass ich naechstes Wochenende (08.-12.05.) mal wieder in OHZ rumfeier. Mein Vadder hat ja Geburtstag und da bin ich dabei. Der Hinweis richtet sich an Leute, die dieses Blo lesen und sich vielleicht mal mit mir treffen wollen. Also, meine Nummer habt ihr ja. Wie ich 'Euch' jedoch so kenne, liest das hier wieder keine Sau und hinterhertelefonieren war ja schon immer meine Aufgabe... Spass macht das allerdings nicht.

Was Bilder angeht, so geht hier kaum noch was, seitdem ich kein Internet mehr hab. Bald soll das ja angeblich kommen, aber ich glaube nicht wirklich daran. Umso mehr werde ich mich freuen, wenn es dann endlich wiederkommt.

Was es sonst noch so Aufregendes gibts, werde ich Euch persoenlich erzaehlen. Der Zaunpfahl winkt holzig starr.

Dienstag, 22. April 2008

Neues aus Rock City Pzn

Ich bin wieder gesund. Ich muss nicht mehr groß leiden und mein Taschentuchverbrauch ist auf ein äußerst erträgliches Maß zurückgeschrumpft.
Ich wasche gerade meine Wäsche und höre dabei 'Danny Says' in der Version von Tom Waits. Musikcoverversionen machen mir immer wieder klar, dass man dasselbe auch immer anders sagen kann.
Steffi war übers Wochenende zu Besuch und das war gut, wenn auch etwas komisch, aber hauptsächlich gut und schön. Vielleicht gibts hier ja irgendwann Bilder unserer Fotosession. Wir waren endlich mal im Muzeum Narodowe (Nationalmuseum), in dem es sehr viel Kunst zu sehen gibt und zwar hauptsächlich Bilder. Manche davon sind auch richtig fantastisch. Also, wer sich für Kunst, ob jetzt moderne oder, äh... alte interessiert, der kann sich das gerne mal angucken. in Lodsch gibts aber auch ein sehr gutes Museum für moderne Kunst. Moderne Kunst? Sagt man sowas überhaupt? Naja, egal.
Am Freitag war ich in der Neofilologia und es sieht so aus, als ob ich endlich mal mit meinem Praktikum anfangen werde. Ich werde Unterrichtsbeobachtungen vollbringen und vielleicht auch selbst unterrichten und/oder auch ein Tutorium für die 'Schwächeren' anbieten. Morgen treffe ich mich wieder mit den Leuten. Soll ich deren Namen nennen? Nö.
Ach ja, ich danke übrigens Malte für den Brief. Ich woltle schon länger eine Postkarte zurückschicken, aber ich hab sie heute erst wiedergefunden und aneblich streikt die polnische Post gerade. 'S kann also noch ein Weilchen dauern.
Jetzt kommt 'Korn & Sprite', das einzig gute Lied das die Band Tomte jemals aufgenommen hat. Isso.
Gleich werde ich erstmal meine trockene Wäsche zusammenlegen, die klamme aufhängen und schlafen und dann morgen - wollen wirs hoffen - aufwachen und zur Uni gehen und dann sehen wir weiter. Heute war ziemlich okéh und wegen morgen gucken wir mal.
Maja ist gerade in Warschau und hat morgen ein Gespräch über ihren Visumsantrag. Das ist hier wohl Standard, dass man sich erstmal vorstellen muss, wenn man hier weg will. Zumindest nach Amerika. Es soll wohl kontrolliert werden, ob die dreckige Polin nicht vorhat zu bleiben.
Bekloppt, wenn Sie mich fragen. Ich bin ein Freund offener Grenzen. Man stelle sich vor, wie es aussähe, wenn jeder das recht hätte, sich frei zu bewegen. Natürlich gäbe es dann erstmal eine böse Unordnung, aber ich denke, dass sich die Situation auf lange Sicht für alle verbessern würde. Möchte hierzu jemand was sagen? Man muss hier ja keinen Kommentar schreiben, aber ich würde mich schon mal über ein Lebenszeichen der einen oder anderen mit mir befreundeten Person sehr freuen.
Mein Internet geht immernoch nicht.
Dani hat Internet. Der Bauarbeiter hatte recht.

Mittwoch, 16. April 2008

Ansteckungsgefahr in Warschau

Ich fahr also nach Warschau, und was muss ich da sehen? Der Matthias ist krank. Jawohl, krank wie ein Vogel mit Vogelgrippe; wie ein lebender Toter taumelt er durch die Straßen der lebendigen wie großen Großstadt Warszawa.
Sowas könnte ich schreiben, ohne zu übertreiben, aber dann würde ich doch übertreiben und das machen heutzutage ja schon so viele Menschen, nene, sowas kommt mir dann doch nicht in die Tüte. Da das jetzt aber schon geschrieben ist, lass ichs mal so stehen.
Also, ich war Warschau. 'Schon' wieder. Das letzte Mal war ich ja mit Spaniern und Portugiesern da (wir berichteten).
Diesmal waren der schon genannte Matthias, Wibke, Dani, ich und eine gewisse Lena mit von der Partie. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich Lena nicht kennengelernt habe. Es liest sich nur schön.
So, was haben wir denn da gemacht? Erstmal haben wir Wibkes Geburtstag gefeiert. Da Wibke allerdings arbeiten musste, streunerten wir erstmal durch Stadt und guckten uns was von der Uni von außen an (schick) und steuerten dann ein dem Matthias von allerhand Cafégängerinnen empfohlenes Café an. Heißt angeblich 'Bambini di Praga'.
Dort standen überall (erstehbare) Bücher herum und es gab einen schön gestalteten Speisekartenanschlag. Nachdem wir uns dort mehr lange als ausgiebig verköstigt hatten - die hatten sogar fair gehandelten Tee - gings erstmal in die neue Altstadt. Die alte ging nämlich kaputt. Wann ungefähr, ja das dürft Ihr gerne raten; so schwierig ist das nicht. Stefan meinte mal, ein Pole merkwürdigen Humors sagte ihm einmal: "Danke für Warschau." Jo.
Also, nicht ganz historisch echt mag sie ja sein, aber hermachen tut sie trotzdem was. Kann man mal gesehen haben. Wie sahen dann noch den Kniefalort im ebenfalls mitlerweile fehlenden jüdischen Ghetto und die chinesische Botschaft von außen. da wollten doch tatsächlich zwei junge Burschen eintreten. Was die wohl wollten? Als ich mich umdrehte, waren sie verschwunden - warscheinlich weggechinaert. Quatsch, rein sind sie gegangen - wahrscheinlich.
Danach wurde es düster - jedenfalls meinte das der Matthias. Es wurde dann jedoch weniger dunkel als erwartet im 'Zakatek', einem Café für Frauenzigaretten rauchende Neoirotrager und betrunkenen sechzehnjährigen Mädels plus Begleitung. Naja, ganz so lässt sich das nicht eingrenzen. Was man behalten kann, ist, dass das Ding nachts stockduster sein soll und meistens nur eine einzige Bedienung arbeitet. Deshalb kann die Runde Bier, bzw. Kaffee schon mal etwas auf sich warten lassen. Manche stehen übrigens auf das sich hinter dem Spiegel befindliche Klo. Manche wahrscheinlich auch davor. Muss man jetzt nicht verstehen. Dort trank ich jedenfalls eine sehr leckere heiße Schokolade, die zur Abwechslung mal nicht zu süß war. Jaja, wir Mitteleuropäer und unsere 'Probleme'...
Als dann die Wibke endlich Feierabend hatte, gings erstmal was essen. Ohne Matthias jedoch, denn der wollte sich erstmal gesund schlafen.
Essen waren wir beim... Scheiße, wie heißt der denn nochmal? 'U Szwejka' würde ich mal schätzen. Guck ich mal eben nach.
Ja, is richtig. Beim 'U Szwejka' isses immer voll wie bei Aldi und es gibt angeblich tschechisches Essen und man kommt sich vor wir Hänsel und/oder Gretel aufgrund der irren Schilder und Plakate von irgendwann und irgendwo.
Dann gings inne Kneipe und auf Wibke anstoßen. Kommt das eigentlich nur mir so vor, oder schildere ich das hier äußerst minutiös? Ich mach mal hin.
Also, gluck, gluck, gluck, getrunken, nach Hause und geschlafen. So gehts auch.
Hier blitzts übrigens grade ganz wild und es hat schon geregnet und gehagelt und gedonnert wie Deuvel. Ne.
So, am nächsten Tag gings innen großen Park mit vielen Pfauen, Eichhörnchen, Schwänen, den üblichen Tauben, älteren Trinkern, Kindern, Kinderwagen, 'ner Maus ohne Elefanten und Vögeln, die ich zuvor selten gesehen.
Später mussten wir erstmal für das Abendessen einkaufen. Es gab was bei Wibke, die sooo weit draußen wohnt, dass man ständig, wenn man nicht aufpasst, gegen Hundegräber läuft - echt jetz. Der Kassierer im Mördertesco war auch komisch drauf, aber das wird man wohl, wenn man da länger arbeitet.
Gekocht wurde dann, Käse-Lauch-Suppe, die echt mal gut war. So etwas hatte ich noch nie gegessen, geschweige denn gesehen, oder ich kann mich einfach nur nicht dran erinnern.
Dann noch 'flugs' einen Film ausgesucht und geguckt und schon machten Matthias und ich uns schon wieder auf den 50-minütigen Heimweg. 50 Minuten! Und wir nahmen die Metro!!
Ich sag ja: Weit draußen.
Ich meine das ja nicht scherzhaft-spaßig-mach-sich-lustig-ha-ha, aber ich war schon sehr beeindruckt von sowohl der Entfernung als auch benötigten Zeit.
Bei Wibke stand übrigens ein Stuhl auf dem Balkon, mit dem es etwas auf sich hatte, und zwar Reis um genau zu sein. Bitte sagen Sie mir, wozu Reis auf dem Stuhl dient und ich werde Sie, in Dankbarkeit, nur so mit Gold, Seide und Gewürzen überhäufen, wie Sie es sich in Ihren kühnsten träumen nicht vorstellen können.
Der Samstag war dann bös verregnet und wurde zu einem großen Teil innem Kunstmuseum, das irgendein Zamek war, verbracht. Es werden bestimmt Leute diesen Eintrag lesen, die dabei waren, also lasst mal ein Kommtentar dar.
Am Abend ging es dann irgendwann und nach langem Weg zu einem Konzert der Band Lira Vega aus Serbien, die im Rahmen eines Balkanfestivals aufspielte und dass weder zu früh, noch zu knapp. Eine wirklich gute Liveband, die hoffentlich auch mal öfters im weiteren Westen auftritt.
Spät kamen wir nach Hause und am nächsten Tag standen wir um Vier (16 Uhr) auf und dann wurde meine Verfassung innerhalb der nächsten paar Stunden sowas von Ruck Zuck schlecht, dass ich mich kaum darauf vorbereiten konnte. Plötzlich war ich verwirrt mit was im Hals und habe (fast ausschließlich) Unsinn geredet. Schlimm, schlimm. Gestern bin auch deshalb nicht zum Sprachkurs gegangen und der heutige Kurs ließ sich grade so erdulden. Besser gehts mir schon, aber immernoch nicht gut.
Jetzt habe ich was Langes geschrieben und wenn wir erstmal wieder Internet haben, dann kommen auch noch Bilder dazu.
Das wird super.