So, jetzt sitz ich hier mit Dani im Emma, einem Café, in dem es WLAN gibt. Ist ganz nett hier und gar nicht so weit weg von der Uni. Die Verbindung ist recht schnell und die Bänke bequem.
So, und was liegt an? Natürlich Masuren, aber ich habe gerade (unter Windows) keinen Zugriff auf meine Bilder, deshalb kommt hier nix davon. Schade. Tut mir auch irgendwo das Leid (an).
Mir fällt nichts mehr ein. Später vielleicht.
Freitag, 4. Juli 2008
Mittwoch, 2. Juli 2008
FPM (Fotos Papotos Mamotos)
So, jetzt gibts heute auch tatsächlich die angekündigten Bilder. Dazu wird es Kommentare geben.
Jaa, Kommentare, Lebenszeichen, Anwesenheitsbestätigungen, Zeichen der Aktivität - der Gehirnaktivität. So, ich habe mich ja jetzt seit Längerem nicht mehr über fehlende Kommentare oder Post aufgeregt, aber heute musste das mal wieder sein.
So, den Anfang macht das Morasko. Mich erinnert der Name Morasko immer an eine Amalgamierung aus Morast und Erasco, also eine Matschsuppe. Deshalb finde ich den Namen auch äußerst lustig und irgendwie eklig zugleich.
Jo, da musste ich letztens was zu einer Dozentin Danis hinbringen und da habe ich die folgnden Fotos gemacht:

Links das Sonstwasgebäude und rechts das Biogebäude, in dem es ganz viele große Pflanzen gibt.

Hier links eine schlechte Aufnahme der Journalisten und Politikwissenschaftler und rechts noch mal das Sonstwasgebäude. (Ha, hier kommen bestimmt Kommentare!)
Das ist zwar nicht alles, was man von Morasko sehen kann, aber das Gelände ist dermaßen groß und weitläufig, da will man gar nicht alles fotografieren.
So, und recht nah beim Morasko liegt auch der meines Wissens nach einzige Aldimarkt Poznańs. Ich habe ihn mir natürlich auch von innen angesehen und war geschockt, als ich merkte, dass er sogar so roch wie die in Deutschland! Hier ist das Beweisfoto mit typischer Aldiarchitektur:

Es war dort recht wenig los und ich erfuhr von meinen Tutorinnen - die übrigens alle ihre Deutschprüfung, auf die ich sie vorbeeiten sollte, bestanden haben - dass Aldi nicht sonderich beliebt in Polen sei, da es noch günstigere Alternativen gibt.
Das nächste Bild zeigt das Stadion von Lech Poznań. Ich war leider nie drin. Das Foto auch nicht sonderlich gut geworden, aber so ungefähr kann mans schon erkennen. Hier sieht mans noch mal.

Soo... haha, das war noch nicht alles.
Gestern war ich mit Anna und Stefan in einem alten, verlassenen Schwimmbad. Man darf da ja eigentlich gar nicht rein, aber es wird auch nicht sonderlich dafür getan, um einen vom Eingringen abzuhalten. Hier bin ich im Schimmbad und man sieht: Dunkel wars.

Links fummel ich wahrscheinlich gerade an einer Chipstüte rum und rechts muss man die Augen zusammenkneifen und das Licht ausmachen.
Als ich gestern nach Hause kam, entdeckte ich das folgende Kunstwerk. Ein Fundstück sondergleichen. Der Yeti existiert wirklich, lebt in Großpolen und ist ein ziemlich öliger Zeitgenosse.

Das Ding einnert auch irgendwie spiegelverkehrt an das Logo von Gnome.
Ob das wohl reicht?
Hm.
Ne.
Hier noch das Foto eines schönen Stromkastens:

Jetzt hab ich auch keine Lust mehr.
Bispäter, beim nächsten Mal gibts vielleicht was aus Masuren.
Jaa, Kommentare, Lebenszeichen, Anwesenheitsbestätigungen, Zeichen der Aktivität - der Gehirnaktivität. So, ich habe mich ja jetzt seit Längerem nicht mehr über fehlende Kommentare oder Post aufgeregt, aber heute musste das mal wieder sein.
So, den Anfang macht das Morasko. Mich erinnert der Name Morasko immer an eine Amalgamierung aus Morast und Erasco, also eine Matschsuppe. Deshalb finde ich den Namen auch äußerst lustig und irgendwie eklig zugleich.
Jo, da musste ich letztens was zu einer Dozentin Danis hinbringen und da habe ich die folgnden Fotos gemacht:
Links das Sonstwasgebäude und rechts das Biogebäude, in dem es ganz viele große Pflanzen gibt.
Hier links eine schlechte Aufnahme der Journalisten und Politikwissenschaftler und rechts noch mal das Sonstwasgebäude. (Ha, hier kommen bestimmt Kommentare!)
Das ist zwar nicht alles, was man von Morasko sehen kann, aber das Gelände ist dermaßen groß und weitläufig, da will man gar nicht alles fotografieren.
So, und recht nah beim Morasko liegt auch der meines Wissens nach einzige Aldimarkt Poznańs. Ich habe ihn mir natürlich auch von innen angesehen und war geschockt, als ich merkte, dass er sogar so roch wie die in Deutschland! Hier ist das Beweisfoto mit typischer Aldiarchitektur:
Es war dort recht wenig los und ich erfuhr von meinen Tutorinnen - die übrigens alle ihre Deutschprüfung, auf die ich sie vorbeeiten sollte, bestanden haben - dass Aldi nicht sonderich beliebt in Polen sei, da es noch günstigere Alternativen gibt.
Das nächste Bild zeigt das Stadion von Lech Poznań. Ich war leider nie drin. Das Foto auch nicht sonderlich gut geworden, aber so ungefähr kann mans schon erkennen. Hier sieht mans noch mal.
Soo... haha, das war noch nicht alles.
Gestern war ich mit Anna und Stefan in einem alten, verlassenen Schwimmbad. Man darf da ja eigentlich gar nicht rein, aber es wird auch nicht sonderlich dafür getan, um einen vom Eingringen abzuhalten. Hier bin ich im Schimmbad und man sieht: Dunkel wars.
Links fummel ich wahrscheinlich gerade an einer Chipstüte rum und rechts muss man die Augen zusammenkneifen und das Licht ausmachen.
Als ich gestern nach Hause kam, entdeckte ich das folgende Kunstwerk. Ein Fundstück sondergleichen. Der Yeti existiert wirklich, lebt in Großpolen und ist ein ziemlich öliger Zeitgenosse.
Das Ding einnert auch irgendwie spiegelverkehrt an das Logo von Gnome.
Ob das wohl reicht?
Hm.
Ne.
Hier noch das Foto eines schönen Stromkastens:
Jetzt hab ich auch keine Lust mehr.
Bispäter, beim nächsten Mal gibts vielleicht was aus Masuren.
Dienstag, 1. Juli 2008
Also: Bla, Blub und Gustav Klimt gehen ins Kino...
Soso, Spanien hat also gewonnen, was? (Das schreibe ich nur, damit ich da wieder anfange, wo ich vorher aufgehört.)
Naja, wie ich vermutete: Die bessere Mannschaft hat gewonnen.
So, und was ist in den letzten Tagen so passiert? Hm, gestern war ich unterwegs und zuhause und bin spazieren gegangen. Und eingekauft hab ich, genau. Najaa, und am Computer gespielt, was bei dem schönen Wetter zwar nicht geil ist, aber ich hab das schon so lange nicht mehr gemacht und mir daher verziehen.
Abends hab ich dann an meinem Syntaxkram gearbeitet (Beispiel für Interessierte) und meine Wäsche zusammengelegt, die ich zuvor draußen getrocknet.
Aufregend, nicht wahr?
Das ist auch schon alles. Ich glaube ich lade morgen mal Bilder hoch. Uijuijui, da kann man sich ja schon fast freuen!
Also bis - wenn da kein Meteorit im Weg steht - morgen.
Naja, wie ich vermutete: Die bessere Mannschaft hat gewonnen.
So, und was ist in den letzten Tagen so passiert? Hm, gestern war ich unterwegs und zuhause und bin spazieren gegangen. Und eingekauft hab ich, genau. Najaa, und am Computer gespielt, was bei dem schönen Wetter zwar nicht geil ist, aber ich hab das schon so lange nicht mehr gemacht und mir daher verziehen.
Abends hab ich dann an meinem Syntaxkram gearbeitet (Beispiel für Interessierte) und meine Wäsche zusammengelegt, die ich zuvor draußen getrocknet.
Aufregend, nicht wahr?
Das ist auch schon alles. Ich glaube ich lade morgen mal Bilder hoch. Uijuijui, da kann man sich ja schon fast freuen!
Also bis - wenn da kein Meteorit im Weg steht - morgen.
Sonntag, 29. Juni 2008
Mal was auf die Schnelle
Sososo, mal wieder in der Bibkliothek, und dann auch noch am naechsten Tag, was? Najaaa, ich habe noch eine halbe Stunde, bevor der Computerraum schliesst und da dachte ich: "Schreibste noch mal was."
Ich schreibe, dass ich jetzt endlich weiss, dass mal 'noch mal' auseinander schreibt. Toll. Hab ich recherschiert. Dazu kommt noch, dass ich gestern doch beim Konzert von Elvis Costello war. Das Wetter war zwar so "gradlinig wie kilometerlange Serpentinen", aber dennoch machten Jacek und ich uns aucf den Weg und trafen noch andere Leute aus der Uni; ein Phaenomen, dem man in Bielefeld nur bedingt begegnet. Wir irrten erst umher und mussten zweimal nach dem Weg fragen und dann noch 'ne Ecke laufen, bevor wir dann doch endlich ankamen. Die Vorband Muchy (Fliegen) spielte gar nicht erst, damit der Elvis rechtzeitig anfangen konnte. Das war nicht schlimm, denn ich hatte sie bereits live gesehen und wollte erstmal was Neues.
Zu Elvis Costellos Livequalitaeten laesst sich sagen, dass der schon doll was auf dem Kasten hat, allerdings sollte er beim Gitarrespielen keinen Schal tragen. Singen kann er allerdings ganz toll und besonders die ruhigen Stuecke werden dadurch echt gut.
Waere der Eintritt nicht frei gewesen, waere ich wahrscheinlich gar nicht hingegangen. War zwar alles ganz toll, irre professionell und gut abgemischt, aber die Musik, naja, ist nicht so ganz mein Fall. ich habs allerdings gut ausgehalten und deswegen empfehle ich den mal weiter.
So, jetzt habe ich noch ein paar Minuten, bevor die hier dicht machen.
Heute Abendguck ich mir das Spiel Deutschland - Spanien an. Die Polen werden jauchzend fuer Spanien jubeln und die Deutschen wieder mit Buhrufen feiern. Ich indes bin dafuer, dass die bessere Mannschaft gewinnt. Des Gewinners Leistung wird anerkannt und der Verlierer nicht ausgelacht.
Und sonst so?
Ich hab Hunger.
Ich schreibe, dass ich jetzt endlich weiss, dass mal 'noch mal' auseinander schreibt. Toll. Hab ich recherschiert. Dazu kommt noch, dass ich gestern doch beim Konzert von Elvis Costello war. Das Wetter war zwar so "gradlinig wie kilometerlange Serpentinen", aber dennoch machten Jacek und ich uns aucf den Weg und trafen noch andere Leute aus der Uni; ein Phaenomen, dem man in Bielefeld nur bedingt begegnet. Wir irrten erst umher und mussten zweimal nach dem Weg fragen und dann noch 'ne Ecke laufen, bevor wir dann doch endlich ankamen. Die Vorband Muchy (Fliegen) spielte gar nicht erst, damit der Elvis rechtzeitig anfangen konnte. Das war nicht schlimm, denn ich hatte sie bereits live gesehen und wollte erstmal was Neues.
Zu Elvis Costellos Livequalitaeten laesst sich sagen, dass der schon doll was auf dem Kasten hat, allerdings sollte er beim Gitarrespielen keinen Schal tragen. Singen kann er allerdings ganz toll und besonders die ruhigen Stuecke werden dadurch echt gut.
Waere der Eintritt nicht frei gewesen, waere ich wahrscheinlich gar nicht hingegangen. War zwar alles ganz toll, irre professionell und gut abgemischt, aber die Musik, naja, ist nicht so ganz mein Fall. ich habs allerdings gut ausgehalten und deswegen empfehle ich den mal weiter.
So, jetzt habe ich noch ein paar Minuten, bevor die hier dicht machen.
Heute Abendguck ich mir das Spiel Deutschland - Spanien an. Die Polen werden jauchzend fuer Spanien jubeln und die Deutschen wieder mit Buhrufen feiern. Ich indes bin dafuer, dass die bessere Mannschaft gewinnt. Des Gewinners Leistung wird anerkannt und der Verlierer nicht ausgelacht.
Und sonst so?
Ich hab Hunger.
Samstag, 28. Juni 2008
Der Vogel ist ausgeflogen
Hier das Neueste: Also, wir fahren jetzt doch erst am neunten (9.) Juli in den Osten und ich habe meine Syntaxklausur verhauen, aber ich darf sie nochmals schreiben, um doch noch an meine ersehnten ERASMUSpunkte zu kommen.
Noch neuer als das Neueste: Maja, meine (ehemalige) Mitbewohnerin, die ja nochmal herkam, um ihren Austritt aus dem Unileben zu feiern, wird jetzt, solange ich noch in Polen bin, nicht mehr nach Poznań zurueckkehren. Wir umarmten uns zum Abschied und dann war ich auch schon weg.
"Wie jetzt, ich dachte Maja sei weg," hoere ich einige Leser unglaeubig murmeln. Aber es kam anders: Ich ging heut 'frueh' zur Uni und dort - die Connoisseurs der Computerschreibmaschinentastaturunterschiede haben es bereits erraten - schreibe ich auch gerade diesen Eintrag. Ich sitze also mal wieder in der Bibliothek, in der es so riecht wie bei Christian Woehler zuhause in Hambergen - also wie in einem daenischen Ferienhaus - und schreibe munter herum; didlda und didldum.
So, und nun zum heutigen Morgen: Es war fast Punkt Sechs, funkweckergenau, als ploetzlich betrunkene Franzosen in mein Haus eindrangen und ein Mordsgeblubber veranstalteten.
Ich machte sie dezent darauf aufmerksam, dass ich ja auch noch da und es Samstagmorgen, 6 Uhr sei. Zu meinem Vergnuegen zeigten sie sich sofort einsichtig und waren schon wenige Zeit spaeter schoen ruhig. Toll.
Jo, und heute Abend spielt hier Elvis Costello, seines Zeichens Songschreiber und Auftreter, am Maltasee. Das Wetter ist jedoch wolkig und regnerisch und somit oll.
Noch neuer als das Neueste: Maja, meine (ehemalige) Mitbewohnerin, die ja nochmal herkam, um ihren Austritt aus dem Unileben zu feiern, wird jetzt, solange ich noch in Polen bin, nicht mehr nach Poznań zurueckkehren. Wir umarmten uns zum Abschied und dann war ich auch schon weg.
"Wie jetzt, ich dachte Maja sei weg," hoere ich einige Leser unglaeubig murmeln. Aber es kam anders: Ich ging heut 'frueh' zur Uni und dort - die Connoisseurs der Computerschreibmaschinentastaturunterschiede haben es bereits erraten - schreibe ich auch gerade diesen Eintrag. Ich sitze also mal wieder in der Bibliothek, in der es so riecht wie bei Christian Woehler zuhause in Hambergen - also wie in einem daenischen Ferienhaus - und schreibe munter herum; didlda und didldum.
So, und nun zum heutigen Morgen: Es war fast Punkt Sechs, funkweckergenau, als ploetzlich betrunkene Franzosen in mein Haus eindrangen und ein Mordsgeblubber veranstalteten.
Ich machte sie dezent darauf aufmerksam, dass ich ja auch noch da und es Samstagmorgen, 6 Uhr sei. Zu meinem Vergnuegen zeigten sie sich sofort einsichtig und waren schon wenige Zeit spaeter schoen ruhig. Toll.
Jo, und heute Abend spielt hier Elvis Costello, seines Zeichens Songschreiber und Auftreter, am Maltasee. Das Wetter ist jedoch wolkig und regnerisch und somit oll.
Mittwoch, 25. Juni 2008
Orzew zawsze musi szantować jabol oder Wie Anna dem Tod entrann
Was so passiert ist?
Eine Menge. Fußball, zum Beispiel. Außerdem sind meine Emails verschwunden und ich weiß immer noch nicht, warum.
Ich esse gerade Kirschen. Unser Nachbar hat die vorgestern vorbeigebracht, zusammen mit der Stromrechnung, die ich morgen bezahlen werde. Unser Stromverkäufer will uns aus irgendeinem Grund sprechen. Vielleicht wollen sie das ja nicht mehr, wenn die Rechnung bezahlt ist.
Heute Abend, bzw. gleich treffe ich mich mit Kevin und gerade merke ich, dass es heute wirklich sehr windig ist. Noch mal zurück zum Fußball: Der wird hier gern geguckt, und ich muss zugeben, dass das schon manchmal richtig Spaß machen und spannend sein kann. Gestern war das Spiel nicht sonderlich klasse (Italien : Spanien oder umgekehrt), aber immerhin gab es irgendwann einen Gewinner und ich sah einen sehr traurigen Italiener.
Außerdem habe ich mir unerwarteter Weise eine Gitarre gekauft. Ich war mit Dani und ihrer Schwester beim Flohmarkt bei Garbary (Stadtteil Poznańs) und dort gab es jede Menge lustiger, alter, schöner, neuer und kaputter Sachen. Die hässlichen Sachen gehören zu den lustigen. Kann man drüber streiten, nicht wahr?
So, und da waren also auch Gitarren und andere Instrumente und ich guckte mir welche an, aber es waren nicht viele brauchbare dabei. Die meinige war trotz ihrer beiden Risse in der Decke noch am brauchbarsten und den Koffer gabs auch mit dazu. So.
Meine Klausuren habe ich jetzt endlich alle geschrieben - es waren nicht viele - und die Kurse sind auch alle vorbei. Das heißt, ich kann mich zurück lehnen, einen (kurzen) Praktikumsbericht schreiben und das hoffentlich schön bleibende Wetter genießen.
Gerade aß ich die letzte Kirsche und muss sagen: Lecker. Die mehr oder weniger traditionelle - ich kenn mich da nicht so gut aus - Frucht Polens ist ja die Erdbeere. Von denen habe ich auch schon einige verdrückt.
Wie ich schon erwähnt habe, wird die Zahl der Austauschstudenten hier immer kleiner. Man merkt wirklich, wie sich die Zeit hier dem Ende zuneigt und es ist kein schönes Gefühl. Ich würde eigentlich noch gerne bleiben, aber mein Studium soll auch mal wieder vorankommen und ich will auch mal wieder die Leute in Deutschland wiedersehen - d.h. auch einige von euch Lesern. Dani ist jetzt auch schon weg.
Ich frage mich, ob ich mich wieder gut einleben kann, wenn ich wieder da bin. Wir werden sehen. Mein Polnisch will ich auf jeden Fall weiter pflegen und wenn schon nicht in einem Sprachkurs, dann doch wenigsten durch den Kontakt zu Muttersprachlern, von denen ja einige in Bielefeld rumlaufen.
So, jetzt muss ich auch schon gleich los zum Kevin. Wenn ich wiederkomme, schreibe ich weiter. Wenn ich wiederkomme schreibe ich weiter. Das Komma machts. Bis später.
>>>Einen Tag später<<<
So, jetzt bin ich wieder da. Ich wollte ja eigentlich gestern noch schreiben, aber soweit kams dann doch nicht. Ich behauptete ja, ich würde den Eintrag dann auch am heutigen Tag ins Internet stelen. Hab ich ja nicht. Tut mir Leid. Was war denn überhaupt los?
Also, erstmal haben Kevin und ich Essen gesucht und einen Chinesen gefunden. Ich scheine hier ständig essen zu gehen, aber es ist ja auch billiger als in Deutschland. Es stießen dann noch Michał und Krystian dazu und dann gings in ein von Michał empfohlenes Café. Die hätten und hatten einen schicken Hinterhof. Die Chefin wollte eigentlich gerade zu machen, aber Michał überredete sie, uns noch rein zu lassen unter der Bedingung, dass wir nur ein Bier trinken. Er meinte, dieses Café wäre genau der richtige Ort, um Mädchen zu beeindrucken, weils da so romantisch sei. Joah, war ok.
Nach der kurzen kleinen Runde ging Kevin nach Hause um noch etwas zu ackern. Die anderen Beiden und ich gingen dann so rum und beratschlagten, was zu tun sei. Notiz am Rand: Warum sagt man 'beratschlagten' anstelle von 'beratschlugen'?
Wir wollten Wein besorgen und es uns noch etwas draußen gemütlich machen, als wir plötzlich noch weiteren Bekannten der beiden Polen begegneten, von denen Orzew sich uns anschloss. 'Orzew' bedeutet 'Baum'; seinen richtigen Namen erfuhr ich nicht.
Der Wein, den man besorgte, war äußerst billiger Gangart und hieß "Big Owocowe Jerry", was soviel wie "Großer Fruchtiger Jerry" heißt. Total bekloppt. Es waren Kirschen auf dem Etikett abgebildet, allerdings glaube ich nicht, dass dieses Getränk jegliche natürliche Aromastoffe auch nur im entferntesten enthält. Der Geschmack ähnelte auf ganz komische Art dem von Stilkirschen, halt nur gepanscht mit Alkohol. Ganz komisch und ganz schön süß. Naja diesen Fusel, auch 'Jabol' genannt - der original Jabol ist wohl ein billiger Apfelwein (wegen 'jabłko - Apfel, glaube ich) - tranken wir dann und haben uns mal richtig nett unterhalten. Zu schade, dass Michał schon in drei Tagen nach Amerika fährt. Tja, sogar die Polen fahren weg.
Einige Stunden zuvor hatte ich noch mein Tutorium. Für Monika, Joanna und Paulina war es das letzte Mal und sie bedanken sich zum Schluss mit einem Buch bei mir. Es war das Themenwörterbuch, was sie auch ständig benutzen und ich sehr toll fand, als ich es mir mal angesehen hatte. Jetzt kann ich (endlich) mal Wörter in ihrem sogenanntem semantischen Feld nachschlagen, ohne ständig über das Alphabet zu stolpern. Sowas kann ich nur empfehlen.
Mit Ania habe ich mich heute das letzte Mal getroffen und obwohl sie mir nichts mitgebracht hat, war ich am Ende zufrieden. Und hey, Monika und Paulina haben mir heute eine SMS mit der Nachricht geschrieben, dass sie die mündliche Deutschprüfung, auf die ich sie vorbereiten sollte, bestanden haben!
Der Tag heute war sehr, sehr warm und ich habe wenig, wenn auch die Nacht davor viel getrunken und diese Umstände kamen mir nicht gerade zur Nutze. Ich schlenderte schließlich langsam und energielos umher und weigerte mich, meinen Straßenbahnplatz für Frauen unter Fünfundsechzig frei zu machen.
Immer, wenn ich äußerst geschafft bin, gehe ich sehr langsam, weils dann einfach nicht schneller geht. So schlimm ist das aber auch nicht; eigentlich sollte ich viel öfter so langsam gehen, aber man hat ja noch sooo viel vor am Tage.
Jetzt war gerade mal wieder mein Nachbar da und gab mir Instruktionen von wegen morgendlichen Besuchs einiger Gasleute, die hier was einbauen und dann müssen die Gasgeräte ausgeschaltet sein. Haha, ich habe es verstanden! Nun ja, nicht alles, aber ein bisschen Deutsch spricht er auch. Dabei habe ich erfahren, dass der Standardausdruck für Gasthermen 'Junkers' ist. Interessant, nicht wahr?
Letztens war bei Anna inner Wohnung Pizzabacken und Urlaubsplanung angesagt. Die Pizza war lecker und am fünften Juli gehts ab in den Osten.
Während des Essens gabs auch was zu lachen, was Anna fast mit dem Leben bezahlt hätte. Ein kleines Stückchen Pizza geriet in die falsche Röhre und verursachte Sekunden des Schreckens. Ich weiß nicht genau, ob meine Schläge auf Annas Rücken soviel gebracht haben, aber das Wichtigste war, dass es ihr recht schnell wieder gut ging. Echt hej...
Morgen kommt die Maja mal wieder nach Poznań, um, wie ich glaube, ihre Magisterarbeit zu verteidigen, oder so. Naja, jedenfalls wird hier dann wieder groß gefeiert und dann... ja dann, dann sehen wir mal.
Eine Menge. Fußball, zum Beispiel. Außerdem sind meine Emails verschwunden und ich weiß immer noch nicht, warum.
Ich esse gerade Kirschen. Unser Nachbar hat die vorgestern vorbeigebracht, zusammen mit der Stromrechnung, die ich morgen bezahlen werde. Unser Stromverkäufer will uns aus irgendeinem Grund sprechen. Vielleicht wollen sie das ja nicht mehr, wenn die Rechnung bezahlt ist.
Heute Abend, bzw. gleich treffe ich mich mit Kevin und gerade merke ich, dass es heute wirklich sehr windig ist. Noch mal zurück zum Fußball: Der wird hier gern geguckt, und ich muss zugeben, dass das schon manchmal richtig Spaß machen und spannend sein kann. Gestern war das Spiel nicht sonderlich klasse (Italien : Spanien oder umgekehrt), aber immerhin gab es irgendwann einen Gewinner und ich sah einen sehr traurigen Italiener.
Außerdem habe ich mir unerwarteter Weise eine Gitarre gekauft. Ich war mit Dani und ihrer Schwester beim Flohmarkt bei Garbary (Stadtteil Poznańs) und dort gab es jede Menge lustiger, alter, schöner, neuer und kaputter Sachen. Die hässlichen Sachen gehören zu den lustigen. Kann man drüber streiten, nicht wahr?
So, und da waren also auch Gitarren und andere Instrumente und ich guckte mir welche an, aber es waren nicht viele brauchbare dabei. Die meinige war trotz ihrer beiden Risse in der Decke noch am brauchbarsten und den Koffer gabs auch mit dazu. So.
Meine Klausuren habe ich jetzt endlich alle geschrieben - es waren nicht viele - und die Kurse sind auch alle vorbei. Das heißt, ich kann mich zurück lehnen, einen (kurzen) Praktikumsbericht schreiben und das hoffentlich schön bleibende Wetter genießen.
Gerade aß ich die letzte Kirsche und muss sagen: Lecker. Die mehr oder weniger traditionelle - ich kenn mich da nicht so gut aus - Frucht Polens ist ja die Erdbeere. Von denen habe ich auch schon einige verdrückt.
Wie ich schon erwähnt habe, wird die Zahl der Austauschstudenten hier immer kleiner. Man merkt wirklich, wie sich die Zeit hier dem Ende zuneigt und es ist kein schönes Gefühl. Ich würde eigentlich noch gerne bleiben, aber mein Studium soll auch mal wieder vorankommen und ich will auch mal wieder die Leute in Deutschland wiedersehen - d.h. auch einige von euch Lesern. Dani ist jetzt auch schon weg.
Ich frage mich, ob ich mich wieder gut einleben kann, wenn ich wieder da bin. Wir werden sehen. Mein Polnisch will ich auf jeden Fall weiter pflegen und wenn schon nicht in einem Sprachkurs, dann doch wenigsten durch den Kontakt zu Muttersprachlern, von denen ja einige in Bielefeld rumlaufen.
So, jetzt muss ich auch schon gleich los zum Kevin. Wenn ich wiederkomme, schreibe ich weiter. Wenn ich wiederkomme schreibe ich weiter. Das Komma machts. Bis später.
>>>Einen Tag später<<<
So, jetzt bin ich wieder da. Ich wollte ja eigentlich gestern noch schreiben, aber soweit kams dann doch nicht. Ich behauptete ja, ich würde den Eintrag dann auch am heutigen Tag ins Internet stelen. Hab ich ja nicht. Tut mir Leid. Was war denn überhaupt los?
Also, erstmal haben Kevin und ich Essen gesucht und einen Chinesen gefunden. Ich scheine hier ständig essen zu gehen, aber es ist ja auch billiger als in Deutschland. Es stießen dann noch Michał und Krystian dazu und dann gings in ein von Michał empfohlenes Café. Die hätten und hatten einen schicken Hinterhof. Die Chefin wollte eigentlich gerade zu machen, aber Michał überredete sie, uns noch rein zu lassen unter der Bedingung, dass wir nur ein Bier trinken. Er meinte, dieses Café wäre genau der richtige Ort, um Mädchen zu beeindrucken, weils da so romantisch sei. Joah, war ok.
Nach der kurzen kleinen Runde ging Kevin nach Hause um noch etwas zu ackern. Die anderen Beiden und ich gingen dann so rum und beratschlagten, was zu tun sei. Notiz am Rand: Warum sagt man 'beratschlagten' anstelle von 'beratschlugen'?
Wir wollten Wein besorgen und es uns noch etwas draußen gemütlich machen, als wir plötzlich noch weiteren Bekannten der beiden Polen begegneten, von denen Orzew sich uns anschloss. 'Orzew' bedeutet 'Baum'; seinen richtigen Namen erfuhr ich nicht.
Der Wein, den man besorgte, war äußerst billiger Gangart und hieß "Big Owocowe Jerry", was soviel wie "Großer Fruchtiger Jerry" heißt. Total bekloppt. Es waren Kirschen auf dem Etikett abgebildet, allerdings glaube ich nicht, dass dieses Getränk jegliche natürliche Aromastoffe auch nur im entferntesten enthält. Der Geschmack ähnelte auf ganz komische Art dem von Stilkirschen, halt nur gepanscht mit Alkohol. Ganz komisch und ganz schön süß. Naja diesen Fusel, auch 'Jabol' genannt - der original Jabol ist wohl ein billiger Apfelwein (wegen 'jabłko - Apfel, glaube ich) - tranken wir dann und haben uns mal richtig nett unterhalten. Zu schade, dass Michał schon in drei Tagen nach Amerika fährt. Tja, sogar die Polen fahren weg.
Einige Stunden zuvor hatte ich noch mein Tutorium. Für Monika, Joanna und Paulina war es das letzte Mal und sie bedanken sich zum Schluss mit einem Buch bei mir. Es war das Themenwörterbuch, was sie auch ständig benutzen und ich sehr toll fand, als ich es mir mal angesehen hatte. Jetzt kann ich (endlich) mal Wörter in ihrem sogenanntem semantischen Feld nachschlagen, ohne ständig über das Alphabet zu stolpern. Sowas kann ich nur empfehlen.
Mit Ania habe ich mich heute das letzte Mal getroffen und obwohl sie mir nichts mitgebracht hat, war ich am Ende zufrieden. Und hey, Monika und Paulina haben mir heute eine SMS mit der Nachricht geschrieben, dass sie die mündliche Deutschprüfung, auf die ich sie vorbereiten sollte, bestanden haben!
Der Tag heute war sehr, sehr warm und ich habe wenig, wenn auch die Nacht davor viel getrunken und diese Umstände kamen mir nicht gerade zur Nutze. Ich schlenderte schließlich langsam und energielos umher und weigerte mich, meinen Straßenbahnplatz für Frauen unter Fünfundsechzig frei zu machen.
Immer, wenn ich äußerst geschafft bin, gehe ich sehr langsam, weils dann einfach nicht schneller geht. So schlimm ist das aber auch nicht; eigentlich sollte ich viel öfter so langsam gehen, aber man hat ja noch sooo viel vor am Tage.
Jetzt war gerade mal wieder mein Nachbar da und gab mir Instruktionen von wegen morgendlichen Besuchs einiger Gasleute, die hier was einbauen und dann müssen die Gasgeräte ausgeschaltet sein. Haha, ich habe es verstanden! Nun ja, nicht alles, aber ein bisschen Deutsch spricht er auch. Dabei habe ich erfahren, dass der Standardausdruck für Gasthermen 'Junkers' ist. Interessant, nicht wahr?
Letztens war bei Anna inner Wohnung Pizzabacken und Urlaubsplanung angesagt. Die Pizza war lecker und am fünften Juli gehts ab in den Osten.
Während des Essens gabs auch was zu lachen, was Anna fast mit dem Leben bezahlt hätte. Ein kleines Stückchen Pizza geriet in die falsche Röhre und verursachte Sekunden des Schreckens. Ich weiß nicht genau, ob meine Schläge auf Annas Rücken soviel gebracht haben, aber das Wichtigste war, dass es ihr recht schnell wieder gut ging. Echt hej...
Morgen kommt die Maja mal wieder nach Poznań, um, wie ich glaube, ihre Magisterarbeit zu verteidigen, oder so. Naja, jedenfalls wird hier dann wieder groß gefeiert und dann... ja dann, dann sehen wir mal.
Montag, 16. Juni 2008
Huch!
Tja, da sind wohl meine sämtlichen Emails aus meinem GMX-Postfach verschwunden. Vielleicht gehts ja noch anderen Leuten so, die diesen Eintrag zufällig per Suchmaschine gefunden haben.
Meine Email an GMX blieb bisher unbeantwortet.
Die Nachrichten sind weder im Postfach, noch im 'Gelöscht'-Ordner und auch nicht im Spamverdacht. Da sind immernoch die alten drin.
Das ist jetzt nicht verdammt scheiße, aber schon schön scheiße.
Möchte dazu jemand einen Kommentar hinterlassen?
Meine Email an GMX blieb bisher unbeantwortet.
Die Nachrichten sind weder im Postfach, noch im 'Gelöscht'-Ordner und auch nicht im Spamverdacht. Da sind immernoch die alten drin.
Das ist jetzt nicht verdammt scheiße, aber schon schön scheiße.
Möchte dazu jemand einen Kommentar hinterlassen?
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